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Unter den Schichten – Athlet Jim Hole Jr.
Autor: SITKA Gear
Kategorien: Jagden
02 Juni, 2017



Im kalten Winterfrost der Alberta Bowzone, wo die Temperaturen Ende November schon weit unter Null fallen, legt der legendäre Weißwedelhirschjagd-Ausstatter und SITKA Athlet Jim Hole, Jr. vor allem Wert auf Eines bei der Auswahl und dem Verstauen seiner Ausrüstung: Stille. Und wir sprechen hier nicht nur über die Tarnung auf dem Weg zum Hochsitz – das ist natürlich auch wichtig – sondern über die Stille einer Eule, die im Baum sitzt.

„Ein Mensch kann leicht ein Auto über eine Schotterpiste fahren hören, wenn es sich noch einige Kilometer entfernt befindet; das ist jedoch kein Vergleich zu dem, was Wild hört. Man kann das vergleichen mit einer leeren Lagerhalle aus Beton, in der sich nichts befindet, das Geräusche absorbiert“, erklärt er. Bei den kältesten Temperaturen kann das Geräusch eines Reißverschlusses oder eines Bogens, der gegen den Hochsitz stößt, weit entferntes Wild verscheuchen, bevor man es überhaupt zu Gesicht bekommen hat. „Es ist eine wirklich gnadenlose Gegend für die Jagd, und vieles liegt in der Natur der Beute, also ausgewachsener Tiere, begründet.“

Die Alberta Bowzone, ein reines Bogenjagdgebiet für Weißwedelhirsche, umgibt Edmonton, eine Stadt mit etwa einer Million Einwohner. Entsprechend der Bergmannschen Regel, die besagt, dass die Tiere umso größer werden, je kälter das Klima und je höher der Breitengrad ist, sind die Weißwedelhirsche in der Bowzone regelrechte Monster, und sie bleiben nie lange genug stehen, um aus Dummheit in die 4-Meter-Reichweite zu gelangen. Um so geräuschlos wie möglich zu sein, dämpft Hole seine Ausrüstung akustisch mit Hockey-Tape, das in der Regel mit der kanadischen Flagge bedruckt ist. Seine Wasserflasche, jeden einzelnen Teil seines Hochsitzes, seinen Auslöser, den unteren Teil der mittelgroßen Geweihe, die er zum Rasseln mitnimmt – einfach alles wird mit Hockey-Tape umwickelt. Auch alles, das so frieren kann, bis es sich wie Trockeneis anfühlt, wie der Griff seines Bogens, wird ebenfalls zum Schutz seiner Hände mit Tape umwickelt.

Hole, 53, ist seit dreiunddreißig Jahren als Ausstatter tätig, und er gilt als Pionier für die effektivsten Taktiken bei der Weißwedelhirsch-Jagd in der Bowzone. Im November 1999 erlegte Hole dank seines meisterlichen Könnens einen 4,80 Meter-Bock, der weltweit auf den vierten Platz als Nordamerikanischer Weißwedelhirsch kam. Kunden kommen aus den gesamten Vereinigten Staaten und Kanada, um eine Trophäe eines Bocks in der Bowzone zu schießen, und Hole erwartet von ihnen dieselbe Disziplin wie von sich selbst. Er vergleicht die Jagd in der Bowzone mit den Stanley Cup Playoffs: „Hier oben muss man stets in Bestform sein. Man hat keine Aufwärmzeit. Man ist in der dritten Runde und muss auf einem bestimmten Niveau jagen, und wenn man das nicht macht, dann hat man nichts weiter als einen Urlaub in der Kälte.“


 

Zu einem normalen Tag im November während der Brunftzeit gehört ein Ansitz am Morgen und am Abend. Aber je nach Mondphase, die die Hauptbewegung der Tiere beeinflusst, setzt Hole manchmal auch einen Kunden mitten am Tag in einen Hochsitz. Der Geruch ist absolut wichtig. Daher dürfen die Jäger von Hole weder Speisen noch Kaffee mitbringen, um sich auf dem Hochsitz die Zeit zu verkürzen. „Kann ein Fußballspieler in der Halbzeit einen Hamburger essen? Nein. Wenn man im Camp nicht genug essen oder trinken kann, um jagen zu können, dann stimmt was nicht.“

Hole ist der erste, der zugibt, dass man die Jagd in der Bowzone schon lieben muss. „Es hat eigentlich nichts mit Spaß zu tun. Es ist toll, aber auch wirklich hart, und ich zeige Ihnen, was Sie wissen müssen. Mir ist egal, woher Sie kommen oder was Sie besitzen; wenn die Jagd beginnt, stellt man schnell fest, wer etwas drauf hat und wer nicht.“

RUCKSACK – TOOLBOX

„Wenn ich mit meinem Weißwedelhirsch-Rucksack mit Bekleidung, Geweih und Fernglas wandern gehe, bringt mein Rucksack 15–20 Pfund auf die Waage, aber ich trage nur leichte Kleidung. Wenn ich starte, ist dieser Rucksack bis oben hin voll und ich trage eine leichte Mütze und die Reißverschlüsse an den Hosenbeinen offen. Meinen Hochsitz habe ich an der rechten Hüfte, meinen Bogen an der linken, und so könnte ich 100 Yards oder sogar 1.000 Yards laufen. Alles ruht auf der Effizienz der Organisation, auf der richtigen Ausrüstung und auf der Fitness.“

MÜTZEN

„Wenn ich losgehe, trage ich nur eine enge Mütze; wenn es dann anfängt, kalt zu werden, ziehe ich die mittlere Mütze darüber, und anschließend auf dem Hochsitz die dickste Mütze über alles. Das tolle bei SITKA Ausrüstung ist, dass sie sehr dynamisch ist. Ich muss keine Mütze ausziehen, um eine andere anzuziehen. Ich ziehe sie einfach über die vorhandene Mütze, und dann womöglich noch eine dritte über die zweite.“

HANDSCHUHE

Hole trägt fünf Handschuhe – wenn es kälter wird, einfach übereinander. Die erste Schicht ist eine Handschuh aus Merinowolle zum Laufen und zum Arbeiten, für beide Hände. Dann wird bei beiden Händen ein mittlerer Handschuh darüber gezogen, wenn er auf dem Hochsitz beginnt, zu frieren. Und schließlich einen Incinerator Flip Handschuh für seine linke Hand, die seine Bogenhand ist. „Wenn man in meinen Breitengraden den Bogen beim Warten auf den richtigen Moment länger halten muss, braucht man den Incinerator Flip Handschuh, und man wartet, wartet und wartet, während das Wild direkt vor einem steht. Aber die andere Hand kann solange im wärmenden SITKA Handmuff stecken und den Abzugfinger warm halten. Man kann die Schusshand wirklich in letzter Minute herausziehen, aber den Bogen kann man nicht erst aufnehmen, wenn das Wild vor einem steht.“

HOSEN

„Wenn es richtig kalt ist, trage ich Fanatic Trägerhose. Bei mäßiger Kälte trage ich die Fanatic Light Trägerhose. Und wenn es nicht besonders kalt ist, trage ich Stratus Hose mit dem Gummibund, um mein Hemd fest einzustecken.“

FERNGLÄSER

„8x30 sind bis hierher perfekt. Im Wald möchte man in der Regel keine 10 Power. Du willst hellere Gläser, weil hier oftmals nur wenig Licht ist.“

SÄGEN UND SCHEREN

„Bei der Jagd auf große Weißwedelhirsche spielt Vielseitigkeit oft eine große Rolle. Man muss oft schnell den Standpunkt wechseln. Meine Jagdtaktik ist es, quasi wie durch Zauberhand in jedem Baum zu stecken und an frischen und sauberen Stellen zu jagen, denen die Tiere sich frei von Angst nähern können. Wenn ein störender Ast im Weg ist, entferne ich ihn. Der Unterschied zwischen einer Schere und einer Säge ist, dass die Schere geräuschlos ist. Wenn man eine Schere benutzen kann, dann ist das für die Tarnung sicher von Vorteil.“

HOCHSITZ

Hole hängt seinen Hochsitz an seine rechte Hüfte, wenn er losgeht, und klettert anschließend auf Bäume, die er bereits mit selbstbohrenden Schrauben vorbereitet hat. Er besteht bei seinen Kunden darauf, dass sie direkt hochklettern auf eine durchschnittliche Höhe von etwa 18 Fuß, sobald sie zum Hochsitz gelangen, damit der Geruch auf dem Boden minimiert wird. Zu seinem Sicherheitsgeschirr sagt er: „Ich bevorzuge einen Hüftgurt, weil ich damit meine Bekleidung dynamischer zusammenstellen kann, beim Gehen darin nicht schwitze und zwischen Jacken und Überziehbekleidung wechseln kann. Ich darf nicht schwitzen, oder ich friere mich zu Tode, und ich fange an zu riechen.“

 

 

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